Seit einiger Zeit schreibe ich an einer Erzaehlung, eine Parabel 
ueber menschliche Werte, etwas ueber Freundschaft 
und das jeder Mensch im Leben eine Aufgabe braucht.
Hier habe ich fuer euch eine kleine Leseprobe...
 
Leseprobe: 
 

Die Amazone seufzte, und sie sagte mit sanfter Stimme zu ihm: „Gut, Fremder. Lass uns einen Tee trinken und verhandeln“ – „Tee?“ Fragte der Baer:“ Was ist das bitte?“ Und sie nahm ihren Teekessel aus dem Rucksack, goss Wasser aus ihrer Feldflasche hinein und stellte ihn in das prasselnde Feuer. Der Baer sah neugierig zu, wie sie aus ihrem Rucksack eine kleine Blechdose herausnahm und daraus ein paar kleine gruene Blaetter in das jetzt kochende Wasser hinein gab. Er beobachtete, wie die Blaetter aufquollen und wie sich das Wasser dadurch langsam gelbgruen verfaerbte. „Dies ist ein Minztee“, sagte die Kriegerin, nahm dabei den Teekessel aus dem Feuer und lies den Baer daran schnuppern. „Oh“ sagte er:“ Was für ein Duft, es riecht wie die Gräser die in meinem Garten wachsen…“Und er nahm einen tiefen Zug durch seine feine Nase.  Leider haben wir keinen Zucker, um ihn zu Sueßen…“ murmelte sie traurig;“ und er muss auch noch einige Minuten ziehen…“ Der Baer wurde hellhörig… „Sueßen?“ meinte er: „Doch ich habe etwas, das machen meine Bienen, es heißt Honig“ Und er langte in seinen Umhaengebeutel. Kurz darauf hielt er einen kleinen Glastopf in seinen Pranken in dem es Goldgelb schimmerte. Die Kriegerin staunte! Doch was war das, Honig! Noch eine Frage die es zu stellen gab. Sie angelte nachdenklich mit ihrer Gabel die Teeblaetter aus dem Kessel und schaute ihn an. Der Baer oeffnete das Glas und ließ die Kriegerin daran riechen. Was für ein Duft ihr da entgegenschlug. Unbeschreiblich! Der Honig hatte eine Gelbliche Farbe, war zaehflüssig, wie altes Synthetikoel, wie die Kriegerin bemerkte und sie fragte Bartram, woraus er bestand. „Nun“, brummelte der Baer; “ Meine Bienen machen das aus den Bluetenpollen, von den Blumen in der Oase. Morgen werde ich es dir zeigen Kriegerin, doch was ist Synthetikoel? Die Kriegerin antwortete skeptisch: „Etwas, das man nicht essen kann“ Sie wollte noch etwas sagen, doch der Baer schuettelte sanft seinen Kopf und goss vorsichtig und bedaechtig den zaehflüssigen und goldglaenzenden Honig in den Teekessel, worin er sich, waehrend die Kriegerin den Tee schweigend durchrührte, aufloeste und diesem ein hochfeines Aroma gab. Die Kriegerin nahm die Tonschale des Baeren und ihre Blechtasse und goss den fertigen Minztee in die Trinkgefaeße, die beide so unterschiedlichen wie ihre Besitzer waren, doch nun einem gemeinsamen Zweck dienten. Einer stillen, friedlichen Teezeremonie…